Nicht wir sind die, …

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Im August 2013 besetzten etwa 200 Aktivist_innen die Hambach-Bahn – den Haupttransportweg für Braunkohle aus dem Tagebau Hambach zu RWEs Kraftwerken. Sie protestierten damit gegen die sozial und ökologisch desaströsen Auswirkungen der Kohleindustrie – den immensen Beitrag zum Klimawandel, die Zerstörung von Dörfern und Natur und die Gesundheitsbeeinträchtigung.

Die Besetzung der Hambachbahn erfolgte im Kontext der von Klimaaktivist_innen ausgerufenen Aktionstage im Rheinischen Braunkohlerevier – “Europas größter CO2-Schleuder”. Die fünf Großkraftwerke in der Region sorgen alleine für 13% aller deutschen CO2-Emissionen. Seit einigen Jahren wächst hier der Widerstand. Seit 2010 finden in der Region sogenannte Klimacamps statt. Die Protestform der Klimacamps entstand 2006 in Großbritannien als dezentrale Antwort auf die immer erfolgloseren Gipfelproteste der globalisierungskritischen Bewegung. Mit dem Klimacamp im Rheinland forderten die Aktivist_innen den sofortigen Braunkohleausstieg und eine atom- und kohlefreie Energieversorgung – ökologisch, dezentral, sozial und selbstverwaltet.

Die Besetzung der Hambachbahn im August 2013 (s.a. Pressestatement von damals) vereinte Menschen aus unterschiedlichsten Zusammenhängen und Regionen der Welt, denn die Auswirkungen der Braunkohle-Verstromung sind nicht nur aufgrund des Klimawandels überregional spürbar, sondern auch durch die Verbreitung des Feinstaubes. Je nach Wetterlage kann der Feinstaub aus RWEs Kraftwerken und Tagebauen überall in Europa niedergehen und verheerende Gesundheitsauswirkungen nach sich ziehen. Die gewaltfreie Aktion zivilen Ungehorsams sei insofern legitim, so eine Aktivist_in: „Immer wieder werden Aktionen des Braunkohlewiderstandes kritisiert, weil sie geltendes Recht übertreten. Wenn aber das geltende Recht Industrien schützt, die die Zukunft auf diesem Planeten zerstören, dann kann nicht das Übertreten des rechtlichen Rahmen das Problem sein, sondern das Recht selber ist es.

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