Fahrradtour – „Klima retten; statt RWE!“

vom Rheinland zur Jahreshauptversammlung von RWE

Von Klimawandel bis Feinstaubbelastung, von Umsiedlung bis Machtfilz – die Negativschlagworte, die zu RWE einfallen, sind zahlreich. Der Energiekonzern betreibt im Rheinischen Braunkohlerevier Europas größte CO2-Quelle, zerstört vor Ort Siedlungen und Ökosysteme und ganz nebenbei trägt er einen nicht zu kleinen Teil zum menschengemachten Klimawandel bei.

Gleichzeitig üben sich viele Politiker*innen in einer Rolle rückwärts und denken nicht nur über eine Laufzeitverlängerung von AKWs und das allgemeine Ausbremsen der Erneuerbaren nach, sondern auch über den Kohle-Cent. Dieser würde Konzerne wie RWE dafür belohnen, ihre Altmeiler zur Absicherung von Versorgungslücken weiterlaufen zu lassen, auch wenn es sich finanziell nicht mehr lohnt. Damit würden sie einmal mehr die Kohlelobby subventionieren.

Deshalb sagen wir: KLIMA RETTEN, STATT RWE!

Vom 12. bis 16.04.2014 werden wir von Köln beginnend über den Hambacher Forst, den Tagebau Garzweiler und Düsseldorf nach Essen radeln. Unterwegs werden wir da Halt machen, wo sich die Folgen von Kohleabbau und –verstromung deutlich zeigen; wo sich aber auch Widerstand regt. In Vorträgen, Dorf- und Waldspaziergängen werden wir uns über lokale und globale Auswirkungen austauschen, und in Köln und Düsseldorf werden wir die Verfilzung von Land NRW und RWE thematisieren. In Niederaußem werden wir halt machen, um gegen das dort geplante neue Braunkohlekraftwerk „BoA plus“ mobil zu machen.

Am 16.04. werden wir dann in Essen sein, wo sich ca. 5.000 Aktionär*innen, darunter auch zahlreiche Kommunen, in der Grugahalle zur jährlichen Hauptversammlung treffen.

Seit Jahren gibt es zu dieser Gelegenheit vor und in der Halle Protest; halten kritische Aktionär*innen, Organisationen und Betroffene Reden gegen die konzerntypisch an Profit orientierte Politik von RWE.

Die „Klima retten, statt RWE“ Tour 2014 steht in enger Verbindung zur #nicht wir Kampagne, welche ebenfalls zur Jahreshauptversammlung von RWE mobilisiert. Entstanden ist diese Kampagne, nachdem im letzten Jahr zahlreiche Aktivist*innen nach einer Kohlezugblockade Unterlassungsverpflichtungserklärungen unterschreiben sollten und nun dafür eintreten, dass „nicht wir Protest unterlassen müssen, sondern RWE die Kohle unten lassen muss“.

So kannst du dich einbringen:

X Fahr mit!

Je mehr Menschen auf der Tour mitfahren, desto sichtbarer können wir den Widerstand gegen RWE in die Fläche tragen. Wenn du etwas Zeit und ein Fahrrad hast, fahre also einfach einen Tag mit oder zwei oder auch die gesamte Strecke. Wir werden gemütlich fahren, so dass alle mitkommen, und keine Etappe ist länger als 35 Kilometer. Neben der Vermittlung unseres Anliegens – das Klima retten statt RWE – wollen wir zusammen eine schöne Tour haben, hoffentlich bei schönem Frühlingswetter, und uns gegenseitig vernetzen. Die Tour wird keine „all-inclusiv“-Veranstaltung sein, sondern wird auch von den Selbstorganisationsfähigkeiten der Teilnehmer*innen leben. Wenn du mitfahren willst, schicke gerne eine Mail an: dachverband[at]kritischeaktionaere.de (Betreff: Mitradeln) damit wir einen ungefähren Überblick haben und über Treffpunkte reden können, wenn du zwischendrin einsteigst.

X Organisiere etwas auf der Strecke!

Die Tour wird auch davon leben, dass Menschen entlang der Strecke etwas organisieren. Zum Beispiel Abendveranstaltungen, Aktionen, Essen, Unterkunft, gerne auch Dinge an Orten, die mittendrin auf einer Tagesetappe liegen. Schreibe an: dachverband[at]kritischeaktionaere.de (Betreff: Tourorga)

X Mobilisiere für die Tour, für einzelne Veranstaltungen der Tour und für die Proteste gegen die Jahreshauptversammlung!

X Komm am Morgen des 16. Aprils vor die Grugahalle in Essen um den Aktionär*innen von RWE in die Kohlesuppe zu spucken!

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