Jahreshauptversammlung von RWE blockiert

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Pressemitteilung vom 16. April 2014

Die Jahreshauptversammlung von RWE, die momentan in der Grugahalle stattfindet, wird dieses Jahr wieder von entschlossenen Protesten begleitet. Gegen 8.45 Uhr blockierten ca. 20 Menschen den Zugang zur Grugahalle, indem sie sich in die vier Eingangsschleusen setzten oder an die Gitter ketteten, und dadurch den Strom der Aktionär*innen aufhielten. Dies führte zu einem verspäteten Beginn der Jahreshauptversammlung. In der Grugahalle protestierten Klima-Aktivist*innen während der Rede von dem Vorstandsvorsitzenden Peter Terium mit Transparenten gegen die Konzernpolitik.

Vor der Grugahalle fand außerdem eine Kundgebung statt, zu der ein Bündnis von politischen Gruppen aufgerufen hatte, darunter der Dachverband Kritischer Aktionär*innen, die Kampagne #NichtWir, Greenpeace Essen, 350.org, urgewald und ausgeCO2hlt. Die Redner*innen erinnerten die Gäste der Jahreshauptversammlung, dass sie „den Klimawandel finanzieren“ und dass es keine gesellschaftliche Akzeptanz mehr für Investitionen in fossile Energien gibt.

„RWE ignoriert die Zeichen der Zeit und investiert weiterhin in Kohlekraftwerke im Rheinischen Braunkohlerevier, mit fatalen Auswirkungen für lokale Ökosysteme, die Gesundheit der Anwohner*innen und das globale Klima“, sagt Melanie Schubert von ausgeCO2hlt. „Das werden wir nicht tolerieren. Darum sind wir hier.“

Der Energiekonzern hat in den vergangenen Monaten empfindlich auf Klima-Aktivist*innen reagiert, die sich der Umweltzerstörung durch den Braunkohletagebau widersetzen. Die Besetzung des von Abholzung bedrohten Hambacher Forst wurde vor zwei Wochen geräumt; Menschen, die im Sommer 2013 an einer Sitzblockade gegen Kohletransporte teilnahmen, werden rechtlich verfolgt. In hauseigenen Publikationen verbreitet der Energiekonzern die Darstellung, dass Kohlegegner*innen physische Angriffe auf RWE-Angestellte verüben. „Diese Anschuldigungen haben sich nach unseren Recherchen als nicht haltbar erwiesen“, kommentiert Schubert.

„Angesichts der katastrophalen Konsequenzen von RWEs Geschäftsmodell für Mensch, Umwelt und Klima ist unser Widerstand nicht nur legitim, sondern unverzichtbar“, sagt Anja Groll von der Kampagne #NichtWir. „RWE will unseren legitimen Protest kriminalisieren. Doch wir machen weiter: Nicht Wir müssen Protest unterlassen – RWE muss die Braunkohle unten lassen.“

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